Sensible Daten im Hausmüll
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Wissen Sie, was aus Ihrem letzten Handy geworden ist, aus den Bildern, dem Adressbuch und den vielen SMS? Haben Sie das Handy inklusive Daten weggeworfen, so wie Ihren alten Computer? War auf ihm vielleicht noch Ihre Diplomarbeit drauf, Bewerbungen und ganz persönliche Briefe? Vielleicht haben sie alles gelöscht, vielleicht aber auch nicht.
Wir wehren uns gegen den neugierigen Staat, wir schimpfen auf Facebook und schießen gegen Google. Doch in unseren Mülltonnen lauert eine unterschätzte Gefahr. Ihre weggeworfene Adresse wird an Profilingfirmen und an Betreiber von Hotlines verhökert. Und Vorsicht bei weggeschmissenen Überweisungsträgern.
Kontonummer, Bankleitzahl, Name und Adresse reichen für eine Einzugsermächtigung. Wer will, kann unbegrenzt Waren bestellen – auf Ihren Namen, nicht aber an Ihre Adresse. Das alles ist keine Erfindung, das sind Fälle, die WISO recherchiert hat. Und wenn Ihnen das nicht reicht, schauen Sie mal in Mülltonnen von Arztpraxen nach. Es würde mich nicht überraschen, wenn Sie einen Patientennamen finden, mit dem Zusatz: Diagnose „Demenz“.